Ich weiß, ich wollte eigentlich jeden Tag intensiv posten. Aber das muss ich wohl nachholen bei Zeit ;D Ich kann nur sagen, dass ich hier die großartigste Zeit meines Lebens habe. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich hier so wohl fühle. Ich komme sprachlich gut zurecht, ich kann mich orientieren, ich liebe bisher alles hier.
Ich mache fleißig Fotos und werde bald berichten!
Freitag, 4. September 2009
Donnerstag, 6. August 2009
Kalte Muschi

Seit ich in Düsseldorf wohne vermisse ich relativ wenig, wäre da nicht unser lokales Lieblingsgetränk Colaschoppen. Es ist vollkommen normal bei uns Wein mit Cola oder Limonade zu mischen und auch auf Hausparties ist es vollkommen normal, sich so etwas zu mischen. Jedesmal wenn ich hier jemanden davon erzählt habe, waren alle irritiert und geschockt.
Nun sitze ich heute in einem hippen Lokal und mein Blick fällt auf der Karte auf den vollkommen behämmerten Namen "Kalte Muschi". Aaron und ich mussten erstmal lachen, bis mein Blick auf die Beschreibung fiel und ich vollkommen baff war, während Aaron mich erstmal auslachte ohne Ende.
Als hippes Flaschengetränk mit Katzenlogo versucht sich unser Schoppe hier nun vom FC St Pauli empfohlen als Szenegetränk zu etablieren. Ich habe es noch nicht probiert und werde mich auch weigern, es als Kalte Muschi zu bezeichnen. :p
Mehr auf : http://www.kalte-muschi.de/
Montag, 1. Juni 2009
Zeitmaschine Musik
Es gibt Lieder, die sobald die ersten Takte erklingen, die Fähigkeit haben mich in ganz andere Zeiten zu versetzen. Das Gefühl eines Sommers, der Geruch eines Ortes, eine alte Verliebtheit scheinen für die Dauer des Songs emuliert und völlig real zu sein. Mir wird teilweise ganz schwindelig in ungünstigen Momenten wenn gewisse Titel beispielsweise im Radio oder in Bars gespielt werden. Ich finde es so unglaublich beeindruckend, dass mein Körper in der Lage ist eine Halluzination jeglicher Sinne aufzubauen.

It happened that day
she picked up a strange pussy willow.
Her head swelled up white
and a soft as a pillow.
Her skin, which had turned
all flaky and rotten,
was now replaced
with 100% cotton.
Through her organs and torso
she sprouted like wings,
a beautiful set
of matress and springs.

It was so terribly strange
that I started to weep.
But at least after that
I had a nice place to sleep

by Tim Burton
Dienstag, 19. Mai 2009
Alive again

Es ist eine ziemliche Tragödie festzustellen, dass obwohl man endlich an einem Punkt angekommen ist, an dem man neuen Rückenwind hat, man tausendmal mehr Gründe hat zu Lächeln, man tausendmal lieber aufsteht und man sich tausendmal mehr mag als in einer ewigscheinenden Periode des Lebens, das gesamte Umfeld darauf wittert, wann der Moment kommt an dem man wieder abstürzt. Ist es schon mein Allgemeinzustand unglücklich zu sein?
Anstatt sich für mich zu freuen, scheinen viele einfach immer nur überrascht zu sein, dass es mir immer noch sehr gut geht.
Ich bin die letzten Monate einige Male auf die Fresse gefallen. Manch einer hat sich über eine Gewichtszunahme belustigt, manch einer hat sich ganz abgewandt von mir und manche sind vermutlich berechtigterweise einfach nur von mir genervt gewesen.
Ich persönlich bin gerade einfach nur glücklich über meinen Phoenixflug und möchte nicht die Hoffnung darauf aufgeben, dass mein Leben noch mehr birgt als ewige Depressionen und Pech.
Ich hätte mich beinahe aufgegeben.
Aber heute sage ich mir :"Ich packe das!"
Freitag, 1. Mai 2009
Riot Grrrl von Jan Drees
Obwohl ich beispielsweise "Letzte Tage, jetzt" von Jan Drees vor allem sprachlich etwas übertrieben finde, hat mir diese Kurzgeschichte von ihm sehr gut gefallen. Einige werden sie sicher schon kennen.
Manchmal regnet es (wie jetzt), wenn Du montagnachts gegen mein Parterre-fenster klopfst. An der Türschwelle tropfen Deine nassen blonden Wuschelhaare aufs Parkett. „Rauchen wir eine Zigarette?" fragst Du und bringst kalten Luftzug mit. „Komme ich ungelegen?" Darauf gibt es keine Antworten. Wenige Minuten später kochen wir Glückstee, ich suche ein Handtuch aus der Kommode, du kramst in Deiner Makrameetasche, „gibst du mir auch eine Kippe?" frage ich und Du erinnerst mich nie daran, dass ich aufhören wollte. Das Momo-Ding: Solange wir rauchen, sind wir da. Wenn Du Tabak hast, drehst Du eine für mich mit. Irgendwann hören wir im Hintergrund Singersongwriter-CDs, die Du mir aus einem alten Discman reichst... Als wir uns doch einmal küssten (was eigentlich verboten ist) sagtest Du: „Es ist das gleiche After-Shave wie damals." Sag es nochmal, bitte. Einmal hast Du nachts geklopft, nachdem Dich ein Typ abgewiesen hat. „Dich kann ich immer haben", sagtest Du ziemlich frech. Eigentlich ist es lustig. Heute küssen wir uns nicht. „Lass und Freunde bleiben, ja?" (Dein Running-Gag.) Meiner heißt: „Irgendwann heiraten wir ja doch." Deine regenklammen Haare erinnern an alle Sonntagvormittage, „weißt Du noch", als Du naß aus der Dusche gestiegen bist, schlechtgelaunt, verkatert, „das war der verdammte Tequila!", sag jetzt nichts. Wir haben Loungejazz aufgelegt, Lachsreste gegessen. Du wolltest Dich verkriechen, unter Decken und ich bemühte mich, leise zu sein. „Sind wir Freunde?" fragst Du, als ich Dir von diesem Brief hier erzähle, „was ist das, mit uns?" Wir schauen im Internet nach: „Freundschaft bezeichnet eine positive Beziehung und Empfindung zwischen zwei Menschen, die sich als Sympathie und Vertrauen zwischen ihnen zeigt", steht da. Wir müssen den Satz zweimal lesen, um ihn exakt zu verstehen. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Aber häufig gibt es keinen Dritten, was dann? Wir haben aufgehört, uns zu umarmen, beim Rausgehen, Du überspielst sowas nonchalant. Ich sammele keine Zeitungsausschnitte für Dich. Es gibt keine itunes-Wiedergabeliste mehr, in der ich die Songs der Woche für Dich ordne. Aber: manchmal kochst Du für mich. Du bastelst Lichterketten aus buntem Transparentpapier. Wir treffen uns ständig „auf ein Bier". Wenn ich friere ziehe ich wortlos den Pulli an. Du versuchst neuerdings, auf jeden Fall den letzten Bus zu erwischen. Du liest mir immer noch Gedichte vor. Ohne Dich ist alles nichts. „Es gibt Tage, an denen fühle ich mich von Dir angerempelt." - „Bitte nicht wieder Band of Horses!" Wir haben uns wegen Nichtigkeiten gestritten, bei Wichtigerem geschwiegen, Gräben gerissen, zwischen uns, Versöhnungen sind seit langem tränenlos, aber: ohne Dich ist alles nichts. Einmal hast Du strahlend von diesem Typ berichtet: „Er kann auf der Gitarre alle Beatleslieder." - „Kennt er auch alle Bundesländer?" fragte ich beleidigt zurück. Zum Konzert bist Du anschließend allein gegangen. „Kann ich Dich in den Arm nehmen?", mein Satz, als Du wieder vor mir standest. In dieser Nacht hast Du ein letztes Mal bei mir gepennt. Ich bin mehrmals verwirrt aufgewacht. Was ist damals geschehen? Haben wir uns im Halbschlaf geküsst? „Das glaubst Du, lieber Freund" Meine Lippen auf Deinen, ich weiß es nicht. Am nächsten Morgen bist Du schweigsam raus, durch die Tür, den Flur, wir waren verdammt verlegen. Ich kriege es nicht zusammen, was in, vor, nach unserer Beziehung war. Das Hives Konzert? Der Berlinbesuch? Die Lesung? Der Spieleabend? Weihnachten im Bett? Die Spieltrieb-Diskussion? Madsen, Die Sterne, Tomte im Rex-Theater? Element of Crime und der Neurosengarten. „Du spinnst ja!" sagst Du manchmal. Unsere Freundschaft ist anders und bedeutet ständig sammeln: es geht um Beweise, Gegenbeweise, Argumente, die in brüchigen Momenten aufs Eis, ins Feld geführt werden können. Ohne Dich ist alles nichts. Du findest es lustig, dass ich mir keine nackten Körper merken kann, aber es macht dieses Freundschaftsding zwischen uns überhaupt erst möglich. Geheimnisse: Ich weiß nicht mehr, wie Du kratzt. Du kennst meine Affairen bloß vom Hörensagen. Gibt es jemand Neues, surfen wir Myspace und studi-VZ gemeinsam ab. Du schaust erst auf die Bands, ich auf die Fotoalben des neuen Schwarms. „Männer!" sagst Du dann, aber das ist zwischen uns schon lange kein Vorwurf mehr. Mit Dir befreundet sein bleibt schön, und auch notwendig. Es ist, das weißt Du, die zweitbeste Lösung, sowieso, für Dich, für mich. Draußen regnet es, noch immer. Du kennst diesen Brief, ich kenne Deinen neuen Typ, wir sind verliebt. Der letzte Bus kommt gleich, „hey, noch ein Bier", sagt Du und knackst die Flaschen mit den Zähnen. Dass Du hier nie wieder schlafen wirst, ist klar. „Freunde?" - „Ja!"
Quelle: http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=177427620&blogId=354338256
Quelle: http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=177427620&blogId=354338256
Donnerstag, 30. April 2009
Japans neue Kulturbotschafterinnen

Japan möchte sich im weltweiten Vergleich nun endgültig als Großmacht der Niedlichkeit durchsetzen, was mit Hilfe dieser 3 auserkorenen Botschafterinnen nicht sonderlich schwierig sein sollte. Das japanische Ministerium für Auslandsangelegenheiten(MOFA) sendet 3 junge japanische Models aus Nippons Popkultur noch bekannter zu machen. Jede von ihnen repräsentiert eine japanische Subkultur.
Aoki Misako(Lolita Model, u.a. für die Gothic Lolita Bible, Kera und Kataloge von Baby the Stars shine bright & Putumayo), Kimura Yu(ausgeflipptes Gyaru,Mitglied der Band Peep★4U ) und Fujioka Shizuka(Schauspielerin und Co-Beraterin in einem Shop für Schuluniformen).
Sie sollen nun Rund um die Welt reisen und die Kunde der Niedlichkeit verbreiten. Erste Stationen sind das Japan Fest in Bangkok und der Expostand in Paris.
Wir Düsseldorfer können ein Lied davon singen, wie japanische Mode teilweise an weniger niedlichen Deutschen aussieht. Wollen wir also gespannt sein, wie weit sich der Trend verbreitet.
Durch die hohe japanische Infrastruktur in Düsseldorf, sind insbesondere die Gegend um die Immermannstraße und die japanische Tempelanlage Ekô Haus beliebte Anlaufstellen für Fans japanischer Kultur. Besonders auffällig natürlich in Form von Cosplayern(verkleidet als Anime/Videospielcharaktere) oder eben direkten Nachahmern japanischen Streetstyles.
Ich bin gespannt ob es bald überall in Deutschland aussieht, wie Samstags auf der Immermannstraße.
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